Latein zur Erhöhung der Lesekompetenz

In den Jahren 2001 / 2002 untersuchte Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek, der seinerzeitige Inhaber des Kölner Lehrstuhls für Klassische Philologie und Nebendisziplinen, die Lesekompetenz von Studenten mit und ohne Latinum. Dazu wurden über 3000 Probanden auf ihre Fähigkeit hin überprüft, Texte zu verstehen.

Die Prüfungsgrundlage bestand aus neun Texten großer deutscher Autoren: Lessing (zwei Texte), Goethe (ein Text), Schiller (zwei Texte), Kant (zwei Texte), Knigge (ein Text) und Sigmund Freud (ein Text). Alle Texte waren voraussetzungslos verstehbar, d. h. es war kein spezielles Wissen über das Gesamtwerk der Autoren oder über die Autoren selbst nötig.

Pro Text wurden vier Verständnismöglichkeiten zur Auswahl gestellt, von denen jeweils eine richtig war. Im Idealfall konnten also neun Punkte erreicht werden.

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Dieses Schaubild zeigt das Ergebnis des Tests als Gesamtübersicht. Beispielsweise wurden neun richtige Antworten von 24,2% der Studenten gegeben.

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Das zweite Schaubild zeigt das gleiche Ergebnis, diesmal jedoch aufgeschlüsselt nach Studenten ohne Latinum (helle Balken) und Studenten mit Latinum (dunkle Balken).

Signifikant ist: Im sehr guten Bereich sind annähernd doppelt so viele Probanden mit Latinum wie ohne Latinum. Daraus kann man folgern: Latein qualifiziert entscheidend dazu, Texte zu verstehen und das ist unabdingbare Voraussetzung für alle Studiengänge und sehr viele Berufe.

Quelle: http://www.navonline.de/aktuell/thema/akt_nav_landestag2005-Vortrag_Lebek.php

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