Der 5. Medientag an unserer Schule

 

 

 

Übersicht von allen Workshops und Exkursionen:

 

Den Zeitplan gibt es hier.

 

Berichte von einzelnen Workshops

(von André, Jan, Lennart, Lukas, Oskar, Sebastian und Yannik aus der Klasse Q2np)

 

Der Medienparcour

Der Medientag der Humboldt-Schule, welcher alle anderthalb Jahre stattfindet, hat dieses Jahr einen Medienparcour vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein für den Sextanerjahrgang angeboten. Ausgestattet mit einem türkisfarbenen Würfel, liefen die Kinder von Station zu Station, um dort Aufkleber zu sammeln, mit denen sie die Seiten ihres Kubus bedecken konnten. Behandelt wurden hierbei die Themen Cybermobbing, YouTube, Mein Bild im Netz, Abschalten und Messenger.
Die Referenten haben hierbei durch themenbezogene Fragen den Bezug der Schüler zum jeweiligen Thema ermittelt, indem beispielsweise gefragt wurde, ob die Kinder schon mal Zeuge von Cybermobbing oder selbst Opfer davon geworden sind. Damit konnten die Schüler die drei Fragen ,,Wie kann ich mich schützen?“, ,,Wie kann ich Cybermobbing erkennen?“ und ,,Wie kann ich helfen?“ sowohl auf ihr eigenes Leben übertragen, als auch auf Plakaten beantworten.
In einem weiteren Vortrag wurden die Gruppen mit eingebunden, indem sie eigene Videos erstellen durften, mit denen sie selbst die Rechtslage von YouTube und YouNow, sowie die Gefahren für ihre eigene Privatsphäre erklären sollten. Gelernt wurde hierbei, dass man auf keinen(!) Fall persönliche Daten, dazu gehören auch Passwörter, im Internet preisgeben sollte, damit es Fremden unmöglich gemacht wird, die eigene Identität zu ermitteln.  In dem Vortrag über das Thema Abschalten ging es hauptsächlich um die Sucht nach Computerspielen und Whatsapp, was ein Thema ist, zu welchem man sicherlich mehr Bezug hat, als man denkt, da es nicht nur schwierig bei Anderen, sondern häufig sogar noch schwieriger bei sich selbst zu erkennen ist. Eine solche Sucht nach Computerspielen entsteht häufig daraus, dass es in den meisten Spielen einen Überschuss an Erfolgserlebnissen gibt, welche sich im echten Leben nicht so leicht erreichen lassen.
Die Motivation der Schüler war bei all diesen Projekten deutlich zu erkennen, bedingt durch die vielen Bezüge auf ihre eigene Umwelt und weil von den Referenten auf die Aussagen und Fragen der Sextaner eingegangen wurde. Durch das Sammeln der Aufkleber auf dem Würfel wurde die ganze Aktion zu einer Art Spiel gemacht, bei dem sie immer noch viel für ihr weiteres Leben sowie den Umgang mit dem Internet lernen konnten.  Zum Abschluss noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Mitglieder des Offenen Kanals Schleswig-Holstein und wir hoffen sie auch ein weiteres Mal wieder an unserer Schule begrüßen zu dürfen.

 

Cyberlife und Datenschutz

„Wer von euch hat alles einnen Fernseher zuhause?“ Beinahe alle Schüler melden sich. Die Beteiligung beim Vortrag zum Cybermobbing ist groß. Der Polizist erzählt mit Beispielen, wie es früher war, vor dreißig Jahren: „Nur drei Sender gab es und um 12 Uhr war Ruhe im Schacht.“ Auch ein altes Telefon, mit Nummernschalter, hat er dabei. „Zwölf Cent kosteste es damals, nichts flatrate! Eine Eieruhr gab es bei uns, war sie abgelaufen, war Ende mit Reden.“ Ungläubigkeit zeichnet sich auf den Gesichtern der Schüler ab. „Sogar soziale Netzwerke gab es früher. Durch das Aussehen konnte man sich ausdrücken, wie Punks zum Beispiel, nicht wie heute: „Die Welt ist schön. - Post.“ „Worüber reden Sie denn auf der Polizeistation?“ „Über vieles. Heutzutage dienen Plattformen wie facebook als Freizeitbeschäftigung, zur Identitätssuche, aber leider auch für Mobbing.“ Nun sollen sich die Schüler in Gruppen das Thema Cybermobbing definieren, der Medienraum wird durch reges Rumgewusel ausgefüllt. Aber auch beim Vortrag zum Datenschutz sind die Schüler gefesselt von dem Thema. Es wird ihnen beigebracht, wie sie sich selbst bei dem Umgang mit dem Internet und Telefon schützen können, damit diese Anbieter nicht ein Profil von ihnen und ihrenm Verhalten anlegen. Wichtig ist dem Angestellten vom ULD, dass die Schüler sich bewusst machen, welche Daten über sie alles gesammelt werden kann.

 

Ein Blogger wird zum Verfolgten

Der junge Blogger Ananya Azad aus Bangladesch lebt seit 6 Monaten in Hamburg. In seinem Heimatland wird ihm aufgrund seiner kritischen Äußerungen in seinem Blog zu den lokalen Menschen- und Frauenrechten mit dem Tod und von offizieller Seite mit einer langjährige Haftstrafe bedroht. Zum diesjährigen Medieninformationstag der Humdboldt-Schule Kiel hielt er einen Vortrag für eine Oberstufenklasse, in der er den Schülern die Lage der Menschenrechte in seiner Heimat und seine persönliche Situation schilderte. Nach dem einstündigen Vortrag hatte die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit Ananya Azad Fragen zu stellen.

 

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