Partnerstadt Seattle

Gut 7800 km entfernt von Kiel liegt Seattle, die größte Stadt im Nordwesten der USA. Sie ist der Verwaltungssitz des US-Bundesstaates Washington und liegt zwischen dem Puget Sound und dem Lake Washington nicht weit entfernt von der Grenze zu Kanada. Seattle beeindruckt durch die Lage am Wasser, das viele Grün in der Stadt (sie trägt den Beinamen The Emerald City, „Die Smaragdstadt“) und die herrliche Natur in der nahen Umgebung. Neben dem Hafen, der eine wichtige Basis für den Handel mit Asien ist, sind die in Seattle ansässigen Konzerne Boeing, Microsoft und auch das in Seattle gegründete Starbucks prägend. Wahrzeichen der Stadt ist die zur Weltausstellung 1962 errichtete Space Needle, die noch heute  mit einer Höhe von über 180m ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Partnerschule

Im Jahr 2011 startete unser jüngster Austausch mit der Privatschule Seattle Preperatory School. Im Sommer besuchte uns pünktlich zur Kieler Woche erstmals eine Gruppe von 15 Jugendlichen aus Seattle. Neben dem Besuch von Unterricht standen auch Ausflüge an die Schleswig-Holsteinische Westküste, nach Hamburg und nach Lübeck auf dem Sightseeing-Programm. Im Herbst folgte dann der Gegenbesuch. Unsere Schülerinnen und Schüler tauchten ein in das Highschool-Leben ihrer Austauschpartner. Die Schule und der Unterricht wurden besucht, Seattle mit seinen Sehenswürdigkeiten erkundet, ein Tag an der University of Washington verbracht und auch Ausflüge in die herrliche Natur rund um Seattle kamen nicht zu kurz. Nach diesem erfolgreichen Start ist es uns gelungen, den Austausch 2013 und 2015 fortzusetzen und weiteren Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu geben, die USA auf diese Weise kennenzulernen. Und die Planungen für 2017 laufen an ...

Hier gibt es nähere Informationen über unsere Partnerschule.

 

 

Zu Besuch auf der anderen Seite - Seattle 2015

Im Oktober 2015 flogen 16 Schülerinnen und Schüler unserer Schule und Frau Wulf-Thomsen auf die andere Seite des großen Teichs, genau genommen nach Seattle im Bundesstaat Washington, um einmal die USA als Gast einer amerikanischen Familie zu erleben.

Nach dem langen Hinflug wurden wir in Seattle herzlich begrüßt von unseren Gastfamilien und von Frau Khouri, die den Austausch in Seattle organisiert und die einige von uns bereits von einem Treffen in der Forstbaumschule während der Sommerferien kannten. Das war schon ein aufregender Moment, da wir – anders als bei den vorherigen Malen – den Anfang machten und bisher nur Fotos von unseren Austauschpartnern gesehen und E-Mails ausgetauscht hatten.

Müde, aber froh über die glückliche Landung fuhren wir nun mit unserer neuen Familie über einen amerikanischen Highway mit grünen Straßenschildern, die die meisten nur aus Serien oder Filmen kannten, warfen erste Blicke auf die Skyline von Seattle und versuchten gleichzeitig zu fotografieren und Englisch zu reden.

Da die amerikanischen Schüler am nächsten Tag Prüfungen hatten, starteten wir mit einem Ausflug in die Innenstadt von Seattle – Downtown!

Und eben diese Ausflüge mit der Gruppe und Unternehmungen mit unseren Gastfamilien halfen uns, Seattle besser kennenzulernen. Neben der “Space Needle”, einem Wahrzeichen der Stadt, haben wir auch das EMP, ein cooles Mitmach-Museum, den “Pike Place Market”, den ältesten Bauernmarkt der USA, und die Universität von Washington gemeinsam besucht. Und bis auf den ersten Tag spielte sogar das Wetter mit und bescherte uns sonnige Tage.

Dann lernten wir die Schule kennen. Unserer Eindruck war meist etwas wie: “Wie cool ist die denn?!” oder “Man ist die neu.” Denn die Schule wurde gerade erst im letzten Jahr renoviert und erweitert und war somit das komplette Gegenteil von unserem altehrwürdigen Gebäude, zumindest von außen. Doch auch im Inneren war die Sea Prep uns ein wenig voraus, was nicht ungewöhnlich ist bei einer Privatschule mit dem zu zahlenden Schulgeld als Polster (Der Betrag ist nicht gerade gering).

Wie beim vorherigen Austausch fand auch unser Besuch in der Homecoming -Woche statt, welche mit unseren Spirit Days vergleichbar ist, aber dort macht die ganzen Schule mit, selbst die meisten Lehrer, und einige waren sehr erfinderisch. Zum Abschluss der Woche gab dann aber drei Veranstaltungen, die schon sehr anders waren: Am Freitag endete die Schule früher und alle trafen sich in der Turnhalle zur Assembly. Während die Mitschüler auf den Tribünen saßen, stellten sich die Sportteams mit Tanz- oder Showeinlagen vor und wurde ein Spaßwettkampf zwischen den Jahrgängen veranstaltet. Die jubelnden Beifallsstürme waren für uns Norddeutsche doch etwas ungewöhnlich! Am Abend trafen wir uns dann in einem Stadion, um die Schulmannschaft beim American Football anzufeuern. Das Highlight sollte dann der “Ball” werden, der aber eher einem normalen Tag in einer deutschen Disco entsprach, allerdings ohne Alkohol, da “booze” erst ab 21 Jahren gekauft werden kann, - dafür aber mit einem professionellen Fotografen! Im Nachhinein verstanden wir als Austauschschüler nicht, warum so ein Wirbel um diesen Tanz gemacht wurde.

Nach einer weiteren Woche, vielen neuen Bekanntschaften, Freunden und Erinnerungen flogen wir mit gemischten Gefühlen nach Hause. Es ist schon seltsam, wie schnell man sich woanders einleben kann. Jetzt ist unsere Vorfreude auf den kommenden Juni besonders groß, denn unsere Austauschschüler kommen uns dann besuchen. Abschließend lässt sich also sagen, dass es ein sehr schöner und ereignisreicher Austausch war, der uns wohl allen auf ewig im Gedächtnis bleiben wird.

Jan Philip Hohnholz / Daniela Wulf-Thomsen

 

Ist amerikanische Schule wirklich wie „High-School-Musical 1-3“?

Diese und noch viele weitere Fragen schwirrten uns, 12 Schülerinnen und Schülern des 12. und 13. Jahrgangs und Frau Bruhn, durch den Kopf, als wir im Flugzeug nach Seattle, Washington, saßen.

Die Wiedersehensfreude am Flughafen in Seattle war groß, da die Amerikanerinnen und Amerikaner im Sommer schon bei uns gewesen sind. Trotz des Jetlags, schließlich waren wir neun Stunden in der Zeit zurückgereist, mussten wir am nächsten Tag in die Schule, die Seattle Preparatory School. Die Seattle Prep ist eine große Privatschule mit ca. 800 Schülerinnen und Schülern. Sie waren, wie alle Amerikanerinnen und Amerikaner, sehr offenherzig und freundlich und wollten viel über uns erfahren. Wir wurden z.B. gefragt, ob es in Deutschland Smartphones gebe und ob wir Computer hätten.

Während unseres Aufenthalts war die Homecoming-Woche, die unseren Spirit Days ähnelt. Allerdings hat die Schule, auch die Lehrer, mitgemacht und sich jeden Tag auf ein Neues nach dem diesjährigen Salat-Thema verkleidet. Am Ende der Woche fand das Homecoming Football Spiel statt, zu dem wir alle gingen. Dazu wurde ein Stadion gemietet und es war selbstverständlich, dass viele Schülerinnen und Schüler kamen und das Team gemeinsam mit dem Panther-Maskottchen anfeuerten. Am Samstagabend fand der Homecoming-Ball statt, um den im Vorwege mehr Aufregung herrschte, als nötig war.

Neben den Ausflügen mit unseren Gastfamilien unternahmen wir auch viel mit der Gruppe. Wir wanderten u.a. den „Rattlesnake-Path“ hoch, schauten uns Downtown an, fuhren nach Bainbridge Island und hatten einen schönen, aber wolkigen, Ausblick vom höchsten Gebäude der Stadt, dem Columbia Tower.

Wir hatten eine tolle Zeit, in der wir viel erlebt haben, und wir werden unsere Gastfamilien vermissen. Für uns alle ist klar: Wir wollen wieder zurück!

Juliane Groß, Catharina Cohrt