Die Humboldt-Schule - Gymnasium im Zentrum Kiels
Unsere
Schule ist ein traditionsreicher, lebendiger Ort des Lernens und
Lehrens in der Mitte Kiels. Sie versteht sich als eigenständiger
Lebensraum mit vielfältigen Kontakten in die nahe und ferne Welt.
Leitgedanke
unserer pädagogischen Arbeit ist die ganzheitliche Bildung von Geist,
Körper und Seele. Wilhelm von Humboldt drückt es so aus:
,,DER WAHRE ZWECK DES MENSCHEN IST DIE HÖCHSTE UND PROPORTIONIERLICHSTE BILDUNG SEINER KRÄFTE ZU EINEM GANZEN.”
In
zeitgemäßen Worten: Wir möchten erreichen, dass sich Schülerinnen und
Schüler zu reifen, ausgeglichenen und lebensfrohen Persönlichkeiten
entwickeln. Damit dies gelingt, müssen Kenntnisse, Fertigkeiten und
Einstellungen erworben werden.
Unsere Schule vermittelt solides
Wissen und (Denken-)Können, das den Schülerinnen und Schülern als
sicheres Fundament für ihr Studium oder eine vergleichbare
Berufsausbildung dient.
Zusammen mit den Eltern sind Lehrerinnen und
Lehrer darum bemüht, Kinder und Jugendliche zu erziehen, die
konstruktiv-kritisch denken, Verantwortung übernehmen, lebensbejahend
sind und sich etwas zutrauen. Sie sollen weltoffen sein und respektvoll
gegenüber Mensch und Natur. Sie müssen team- und zugleich konfliktfähig
werden und zum Wandel bereit sein, um in der sich ständig verändernden
Welt bestehen zu können.
Halt und Sicherheit geben ihnen dabei Werte
und Tugenden, die sie im schulischen Alltag, d. h. im Unterricht und
darüber hinaus, kennen lernen und zum Maßstab des eigenen Handelns
machen sollen. Dazu zählen die klassischen Tugenden Einsicht,
Gerechtigkeit, Zivilcourage und Besonnenheit, aber auch die bürgerlichen
Tugenden Höflichkeit, Pünktlichkeit und Ordnungsliebe sowie besonders
Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft. Unsere Schule fühlt sich
ihnen in gleicher Weise verpflichtet.
Mit Erfolg hat sich unsere Schule seit langem vier pädagogische Schwerpunkte gesetzt:
Sie fördert das sorgsame Verhalten gegenüber unserer natürlichen Umwelt.
Sie erzieht zum verantwortungsvollen Umgang mit modernen Technologien.
Sie bildet umfassend durch erlebnisorientierte Kulturbegegnungen.
Sie stärkt die sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler.
Auf
diesen für Gegenwart und Zukunft bedeutsamen Feldern finden
Schülerinnen und Schüler auch Raum, eigene Begabungen zu entdecken und
zu entfalten und besonderen Interessen nachzugehen.
Die Erziehung
zu reifen, ausgeglichenen und lebensfrohen Persönlichkeiten ist ein
komplexer und komplizierter Vorgang, der nur im vertrauensvollen
Miteinander von Elternhaus und Schule gelingen kann. Für unsere Schule
hat Vorrang, dass die Kinder und Jugendlichen durch das gute Beispiel,
durch konsequentes Handeln und durch klare und auch mutige
Entscheidungen von Eltern und Lehrkräften hilfreiche Orientierung
erhalten.
Am Ende gilt für uns Wilhelm von Humboldts Satz:
„DER SCHÜLER IST REIF, WENN ER SO VIEL BEI ANDEREN GELERNT HAT, DASS ER NUN FÜR SICH SELBST ZU LERNEN IM STANDE IST."
Konkrete
Gestalt gewinnen die genannten Grundsätze unserer Schule auf den
folgenden unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Feldern:
Das
Fach Deutsch bietet umfassende Möglichkeiten für Schülerinnen und
Schüler, auf die Zukunft ausgerichtete Fähigkeiten zu erwerben. So
erfahren sie nicht nur, wie Sprache entsteht, welche Regeln sie prägt
oder wie die Grundlagen sprachlichen Handelns aussehen. Der
faszinierende Bereich der Kommunikation zwischen Menschen durchzieht
vielmehr wie ein roter Faden alles Schreiben und Sprechen, sodass die
Erkenntnisse, die Schülerinnen und Schüler bei der Analyse
verschie-dener Textsorten erlangen, Auswirkungen auf ihr eigenes
sprachliches Verhalten haben: Mit Sprache können Absichten und Gefühle
vermittelt werden - und Sprache nimmt Einfluss. Damit Schülerinnen und
Schüler dies durchschauen, steht ihnen die Literatur aller Epochen in
ihrem zeittypischen, ganz eigenen Reiz offen. Ebenso lernen sie aber
auch die rhetorischen Finessen kennen, mit denen beispielsweise die
Werbung zu beeinflussen versucht.
Damit die Schülerinnen und Schüler
so selbstverständlich wie möglich mit Sprache und Literatur umzugehen
lernen, legen wir großen Wert auf die Leseförderung, für die unsere
Schülerleihbücherei eine wichtige Stütze ist. Spezielle Förderprogramme
unterstützen Kinder mit einseitiger Begabung.
Die Vernetzung von
schulischem Wissen und praktischer Umsetzung erfahren die Schülerinnen
und Schüler durch die Öffnung des Lernraums Schule, indem die zu einem
Thema gewonnenen Erkenntnisse mit dem literarisch-kulturellen Leben
ihrer Umgebung in Beziehung gesetzt oder kontrastiert werden. Dazu
gehören vor allem gemeinsame Theaterbesuche in Kiel und in Hamburg, die
Besichtigung der Stadtbibliothek und des Theaters, die Teilnahme an
Autorenlesungen und Vorlesewettbewerben in und außerhalb der Schule.
Auch
Einblicke in die Arbeitsweise der Medien in der Gesellschaft fallen
unter dieses Thema: So nehmen unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig
am Projekt „Zeitung in der Schule” teil, die „Kieler Nachrichten”
werden besichtigt, und nicht zuletzt können sie durch die Mitarbeit bei
unserer Schülerzeitung HUMBOOK die Wirkung ihrer Texte erproben.
Insbesondere der kritisch-kompetente Umgang mit den Formen moderner
Informationsvermittlung ist uns wichtig: Die Schülerinnen und Schüler
sollen nicht nur die Fragen „Wo und wie finde ich Informationen? Wie
kategorisiere ich sie? Wie werte ich sie aus?” beantworten können. Unser
Ziel ist es vielmehr, dass sie die Informationen (z. B. aus dem
Internet) kritisch auf sachliche und fachliche Richtigkeit überprüfen
und nicht alles Gedruckte automatisch für wahr und richtig halten.
Mathematik
Die
typische Arbeitsweise in der Mathematik von der Problemstellung über
die Suche nach Lösungswegen, die Bildung von Modellen bis zum Finden und
Festigen von Lösungsstrategien fördert Kreativität und (Denken-)Können
der Schülerinnen und Schüler. Beim Betreiben von Mathematik in
Kooperation mit anderen werden rationales Argumentieren, sorgfältiges
Arbeiten und das Einhalten von Regeln geübt.
Um die Effizienz des
Mathematik-Unterrichts weiter zu steigern und ihn für das eigenständige
Lösen mathematischer Probleme aus dem Alltag zu öffnen, arbeiten
Kolleginnen und Kollegen der Humboldt-Schule in der bundesweiten
Initiative „Sinus-Transfer-Programm“ mit.
Einen festen
Bestandteil des Mathematik-Unterrichts stellt die Arbeit mit dem
Computer dar: Bereits ab Klasse 5 werden an der Humboldt-Schule in allen
Klassenstufen als Ergänzung Computerprogramme in der Erarbeitungs- oder
Trainingsphase oder zur Veranschaulichung eingesetzt.
Ein
besonderes Anliegen der Fachschaft Mathematik an unserer Schule ist die
Förderung von Jugendlichen, die ein besonderes Interesse an Mathematik
zeigen:
* In der Mathematik-AG treffen sich einmal wöchentlich
Schüler und Schülerinnen ab der 5. Klasse, um unter Anleitung
selbständig und gemeinsam über mathematische Probleme nachzudenken und
um sich durch die Bearbeitung unterrichtsunabhängiger Aufgaben auf die
jährlich stattfindende Mathematik-Olympiade vorzubereiten.
* Im Juni
2004 fand erstmalig eine Mathematikausstellung für unsere 5. bis 7.
Klassen statt. In dieser Ausstellung konnten Schülerinnen und Schüler
Mathematik anfassen und praktisch „begreifen“. Diese Gelegenheit,
Mathematik mit allen Sinnen zu erfahren, soll alle drei Jahre wiederholt
werden, so dass langfristig gesehen alle unsere Schüler und
Schülerinnen diese Erfahrung machen können.
* Einmal im Jahr, am
dritten Donnerstag im März, können alle Schülerinnen und Schüler unserer
Schule am Känguru-Wettbewerb teilnehmen. Dies ist ein internationaler
Wettbewerb, in dem für verschiedene Klassenstufen Denk- und
Knobelaufgaben gelöst werden müssen. Vor den Sommerferien werden die
Sieger unserer Schule in einer gemeinsamen Siegerehrung geehrt.
* Die
Lange Nacht der Mathematik ist ein ähnlicher Wettbewerb im Internet,
der immer am dritten Freitag im November stattfindet. Ab 18 Uhr treffen
sich Schüler und Schülerinnen aller Klassenstufen, um in kleinen Gruppen
mitzumachen.
* Schüler und Schülerinnen des Leistungskurses besuchen
regelmäßig die Veranstaltung „Mathematik: Schule-Hochschule-Beruf“ des
mathematischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität.
Naturwissenschaften
Die
Naturwissenschaften haben in unserer hochtechnisierten und sich ständig
wandelnden Welt eine zentrale Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass
alle Schülerinnen und Schüler in die naturwissenschaftlichen Denk- und
Arbeitsweisen eingeführt werden. Akzente setzen die Fächer Physik,
Chemie und Biologie im Sinne der pädagogischen Schwerpunkte unserer
Schule bei der Umwelterziehung und im Umgang mit modernen Technologien
sowie darin, den Unterricht nach außen zu öffnen und erlebnisorientiert
zu unterrichten.
Besondere Akzente setzen dabei
* Praktika an der technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität und der Fachhochschule Kiel,
* der Besuch der Vorlesungsreihe „Saturday Morning Physics“ an der Christian-Albrechts-Universität und
* die Teilnahme naturwissenschaftlich begabter Schülerinnen und Schüler an einer Studienwoche im Deutschen Museum in München.
Zu
oft noch werden naturwissenschaftlich-technische Berufe von Mädchen
nicht in Betracht gezogen. Durch die guten Kontakte zwischen der
Humboldt-Schule, der Fachhochschule und der Universität werden gerade
Schülerinnen der Oberstufe Einblicke in verschiedene
naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe gegeben.
Physik
Die
Schülerinnen und Schüler erarbeiten bis zum Ende der Mittelstufe - in
kleinen Übungsgruppen selbstständig experimentierend - die Grundlagen
der Elektronik und der Kernphysik. Alle Schülerinnen und Schüler lernen
physikalische Sachverhalte so weit zu erkennen und zu verstehen, dass
sie die bei physikalisch-technischen Vorgängen auftretenden Konsequenzen
abschätzen können. Hierzu gehören insbesondere die in der
Öffentlichkeit diskutierten Probleme der Nutzung fossiler und
regenerativer Energien und der Kernenergie.
Chemie
Eigenes
Experimentieren steht im Mittelpunkt des Unterrichts. Die gute Labor-
ausstattung unserer Schule ermöglicht eine exakte Bearbeitung
chemisch-analytischer Fragestellungen mit moderner Technik (z. B.
Photometrie und Messwerteerfassung mit elektronischer
Datenverarbeitung). Ein Schwerpunkt unseres Chemieunterrichts liegt in
der Bearbeitung umweltrelevanter Themen. Die Schülerinnen und Schüler
lernen von Anfang an Chemie als natürlichen Bestandteil ihrer
Lebensumwelt und ihres Körpers kennen.
Biologie
Die
Humboldt-Schule verfügt über modern ausgestattete Biologie-Fachräume.
Alle Schülerinnen und Schüler erlernen den sachgerechten Umgang mit
Lichtmikroskopen und den Einsatz physikalisch-chemischer Methoden für
biologische Fragestellungen.
Besonderes Gewicht erhalten in allen
Klassenstufen die Themen „Umwelt" und „eigener Körper". Dabei lernen die
Schülerinnen und Schüler Verantwortung nicht nur zu fordern, sondern
auch zu übernehmen.
Alle naturwissenschaftlichen Fächer
führen eine Vielzahl von Exkursionen und Betriebsbesichtigungen durch.
Begünstigt durch die zentrale Lage der Schule, werden auch die
Forschungseinrichtungen der Christian-Albrechts-Universität, der
Fachhochschule Kiel und der Bundesanstalt für Milchforschung genutzt.
Unser „hauseigener” Biotop ist der Schreventeich.
Informatik
Die
Informatik ist ein sehr junges Fach und trotzdem an der Humboldt-Schule
seit langem verankert. Schon 1982 wurde der Umgang an Apple-Computern
zunächst in Arbeitsgemeinschaften geübt. Sehr bald danach konnte die
Humboldt-Schule als eine der ersten Schulen in Schleswig-Holstein auch
Informatik-Grundkurse anbieten, die heute von den meisten Schülerinnen
und Schülern im 11. Jahrgang belegt werden. Dort lernen sie, wie
Computer und Software entstehen und effektiv eingesetzt werden können.
Aber schon in der 5. Klasse werden unsere Schülerinnen und Schüler an
den Computer als Arbeitsgerät und Lerntrainer herangeführt: Sie
entwickeln ein gründlicheres Verständnis für die Geometrie anhand
beweglicher Zeichnungen und lernen Programmieren mit Hilfe des
LOGO-Programms.
Die langjährige Erfahrung und die stetige
Verbesserung der Ausstattung ermöglichen es uns, einen auf moderne
Medien gestützten Unterricht auch unter Einbeziehung des Internets in
allen Unterrichtsfächern zu erteilen. Diese verschiedenartigen
unterrichtlichen Begegnungen mit der Informationstechnik versetzen
unsere Schülerinnen und Schüler in die Lage, konstruktiv-kritisch mit
Computern, Software und Internet umzugehen. Sie lernen dadurch ihre
Chancen im Bereich der IT-Berufe richtig einzuschätzen.
In den
letzten Jahren wurde die Ausstattung der Schule kontinuierlich mit
vernetzten Computern, Beamern und Internetanschlüssen verbessert.
Genutzt werden können
* ein Computerraum mit 15 Arbeitsplätzen,
* ein Medienraum, in dem eine interaktive Wandtafel für interessante neue Lehr- und Präsentationsformen sorgt,
* ein Oberstufenarbeitsraum, in dem die älteren Schülerinnen und Schüler PC und Internet für ihre Hausaufgaben nutzen können,
* und viele mit Beamern und PC ausgestattete Fachräume.
Fremdsprachen
Der
Fremdsprachenunterricht an unserer Schule baut Brücken in nahe und
ferne Kulturkreise und trägt so dazu bei, die Kinder und Jugendlichen zu
weltoffenen und respektvollen Persönlichkeiten zu erziehen.
Auslandsaufenthalte, die unsere Schüle- rinnen und Schüler in die USA
nach Wisconsin, in den französischsprachigen Raum nach Nantes, Genf und
Biel, nach Vaasa in Finnland oder an unsere Partnerschule in Japan
führen, unterstützen dies durch eigenes Erleben. Doch kommt das Ausland
auch zu uns: Fremdsprachliche Assistentinnen und Assistenten arbeiten
regelmäßig an unserer Schule und bereichern als Muttersprachler den
Unterricht in Englisch, Französisch und Japanisch.
Englisch
Der
Englischunterricht bemüht sich darum, die praktische sprachliche
Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Handlungsorientierte
Gruppenaktivitäten und motivationsfördernde spielerische Elemente werden
auf allen Lernstufen miteinbezogen.
Neben dem eigentlichen
Fremdsprachenerwerb bietet Englisch die Möglichkeit des interkulturellen
Lernens, und zwar weit über den englischsprachigen Raum hinaus: Als
Funktionssprache ist Englisch unseren Schülerinnen und Schülern auch bei
ihrem Aufenthalt in Finnland oder Japan hilfreich. Die Erfahrungen mit
anderen Kulturen und der Versuch, sie zu verstehen, erweitern den
eigenen Horizont und führen zur Überprüfung des eigenen Standpunktes.
Sowohl das Bewusstsein vom Wert der eigenen Kultur als auch die Toleranz
gegenüber der Zielkultur werden so verstärkt.
Unser
Englischunterricht setzt zusätzlich folgende Akzente: Ein
Austauschprogramm führt Schülerinnen und Schüler nach Seatle (USA)
und das White Horse Theatre präsentiert regelmäßig niveauangepasste
Theateraufführungen.
Wirtschaftsenglisch (AG)
Besondere
Bedeutung kommt Englisch als Funktionssprache in der globalen
Wirtschaft zu: Aus diesem Grund wird an unserer Schule im Rahmen einer
Arbeitsgemeinschaft in der Oberstufe das Fach „Wirtschaftsenglisch“
unterrichtet; der Kurs endet mit einem Abschluss vor der „London Chamber
of Commerce and Industry (LCCI) Examinations Board“, an der die
Schülerinnen und Schüler ein international anerkanntes Zertifikat auf
zwei verschiedenen Niveau-Stufen erlangen können.
Französisch
Unser
Nachbarland Frankreich spielt bei der Gestaltung des modernen Europa
eine führende Rolle. Daher fordern die Wirtschaftsunternehmen zunehmend
gute französische Sprachkenntnisse von ihren Mitarbeitern.
Auch in der Europapolitik ist diese Sprache von großer Bedeutung (z.B. im Europaparlament).
Um
die Berufschancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu erhöhen,
bieten wir Französisch als zweite und als dritte Fremdsprache an. Dabei
ist uns der muttersprachliche Kontakt sehr wichtig. Die große Entfernung
zu Frankreich überbrücken wir durch eine intensive Zusammenarbeit mit
dem Centre Culturel zum Erwerb eines anerkannten Sprachdiploms. Außerdem
beteiligen wir uns regelmäßig an dem landesweiten Vorlesewettbewerb der
Deutsch-Französischen Gesellschaft.
Um die Sprachkenntnisse zu
vertiefen, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an
verschiedenen Austauschprogrammen teilzunehmen:
* am Voltaire-Austauschprogramm (pro Austauschpartner jeweils sechs Monate),
* am Austausch mit dem Pays de la Loire (jeweils zwei bis drei Monate pro Partner) oder
* an dem Austauschprogramm mit Biel in der französischsprachigen Schweiz (jeweils eine Woche pro Partner).
Häufig
laden wir französische Autoren und Chansonniers zu Workshops in unsere
Schule ein, so dass ein lebendiges Bild französischen Lebensart und
Kultur vermittelt wird.
Der Besuch von Theatergastspielen und Filmvorführungen in französischer Sprache soll diesen Eindruck vertiefen.
Latein
Im
Fach Latein begegnen die Schülerinnen und Schüler einer Grundlage
unserer abendländischen Welt: der Sprache und Kultur der Römer.
Die
lateinische Sprache ist - wie es Carl Zuckmayer einmal sagte - eine tote
Sprache, die uns mit lebendigen Kräften ausstattet: „Wer einmal ...
lateinische Grammatik und Syntax gelernt hat, wird sein Leben lang
wissen, was Logik, Bau, Konstruktion und Klarheit einer Sprache, des
menschlichen Sprachausdrucks überhaupt bedeutet.” Darum sind Genauigkeit
und Geduld bei der Analyse der lateinischen Modell-sprache, aber auch
Kreativität bei der Übersetzung in unsere Muttersprache Fähigkeiten, auf
die der Lateinunterricht an unserer Schule besonders Wert legt.
Die
römische Kultur, wie sie den Schülerinnen und Schülern begegnet, ist
mehr als wissenswerter Lernstoff: Die antike Lebenswelt reizt zum
Vergleich mit der heutigen Lebenswirklichkeit und die zeitlosen Mythen
und Gedanken der Antike geben Raum für die Spiegelung, Entfaltung und
Festigung der eigenen Persönlichkeit.
Exkursionen in die Kieler
Antikensammlung oder das Pergamon-Museum in Berlin und Studienfahrten
nach Italien festigen und vertiefen diese Begegnung mit einer (gar nicht
immer) anderen Welt.
Wie motivierend diese andere Welt sein kann,
zeigt sich besonders bei Sprachwettbewerben, an denen unsere
Schülerinnen und Schüler regelmäßig teilnehmen: Sowohl beim
Landeswettbewerb „Certamen Cimbricum“ als auch beim „Bundeswettbewerb
Fremdsprachen“ sind sie immer wieder sehr erfolgreich.
Griechisch (AG) und Hebräisch
Interessierte
Schülerinnen und Schüler können in der Oberstufe an der
Arbeitsgemeinschaft „Altgriechisch“ teilnehmen und auch die Schülerinnen
und Schüler der Orientientierungsstufe werden im Rahmen des
G-Plus-Angebots mit dem faszinierenden Kosmos der griechischen Antike
vertraut gemacht.
Zum „Enrichment“-Angebot unserer Schule (s.u.)
gehört ein Kurs in „Althebräisch“, der Schülerinnen und Schüler ab der
10. Klasse an den biblischen Originaltext heranführt.
Japanisch (AG)
Die
Humboldt-Schule ist das einzige Gymnasium in Schleswig-Holstein, an dem
Schülerinnen und Schüler Japanisch lernen können. Bereits seit 10
Jahren wird die Sprache in mittlerweile sechs Lerngruppen Schülerinnen
und Schülern von der 5. bis zur 13. Klasse angeboten. Danach besteht die
Möglichkeit, dank der engen Beziehungen zur Deutsch-Japanischen
Gesellschaft Schleswig-Holstein, in deren weiterführenden Sprachkursen
die Kenntnisse zu vertiefen.
Oberstes Ziel der
Japanisch-Arbeitsgemeinschaften ist es, Schülerinnen und Schüler über
das Erlernen der Sprache mit der fremden Kultur vertraut zu machen. Denn
nur in wenigen Ländern sind diese beiden Bereiche so eng miteinander
verknüpft wie in Japan. So erhalten die Anfänger neben dem
Sprachunterricht eine Einführung in landeskundliche Themen wie
Gesellschaft und traditionelle Künste, aber auch Geschichte, Politik und
Wirtschaft.
Nach zwei Jahren regelmäßiger Teilnahme an der
Arbeitsgemeinschaft haben sich die Schülerinnen und Schüler grundlegende
Sprachkenntnisse angeeignet und sich mit vielen japanischen
Gepflogenheiten vertraut gemacht, so dass sie in der Lage sind, am
Schüleraustausch in die Provinz Hyogo teilzunehmen. Dort pflegt die
Humboldt-Schule seit 10 Jahren mit der Hyogo Prefectural International
High School eine enge Partnerschaft, die auf der Basis eines
Freundschaftsvertrags in den kommenden Jahren weiter vertieft werden
soll.
Während eines zweiwöchigen Aufenthaltes an der Partnerschule
haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den japanischen
Schulalltag sowie japanisches Familienleben kennen zu lernen. Die
während des Aufenthaltes gewonnenen Erfahrungen sind dann die beste
Motivation dafür, sich weiter mit diesem faszinierenden Land auseinander
zu setzen.
Spanisch (AG)
Seit
Beginn des Schuljahres 2005/06 ist es an der Humboldt-Schule möglich,
mit Spanisch eine weitere wichtige moderne Fremdsprache zu lernen.
Damit
tragen wir der in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Bedeutung des
Spanischen als Weltsprache Rechnung und können außerdem einen lang
gehegten Wunsch unserer Schülerinnen und Schüler erfüllen.
Die AG
richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, da diese
aufgrund ihrer Kenntnisse in anderen Fremdsprachen besonders leicht und
schnell diese sowohl mit dem Lateinischen als auch mit dem Französischen
verwandte Sprache erlernen können. So ist eine sinnvolle Ergänzung der
an unserer Schule üblichen Sprachenfolge gegeben.
Innerhalb von zwei
Jahren können die Schülerinnen und Schüler in der AG solide
Grundkenntnisse erwerben, um in Alltagssituationen zu kommunizieren und
eine Basis für eine weitere Beschäftigung mit dieser Sprache in Studium
oder Beruf zu legen.
Geschichte, Erdkunde, Wirtschaft / Politik
Schülerinnen
und Schüler benötigen für ihre Persönlichkeitsbildung
Orientierungshilfen. Diese erhalten sie nicht zuletzt durch die
historische Sichtweise des Faches Geschichte und die raumbezogene
Betrachtung im Fach Erdkunde: Die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie
sehr unser gegenwärtiges Dasein seine Ursachen in der Vergangenheit hat
und das Ergebnis eines langen und komplexen Entwicklungsprozesses ist.
Orientierung vermittelt auch das Fach Wirtschaft / Politik, indem es
Einblicke in Entstehung, Wandel und Wesen gesellschaftlicher,
politischer und wirtschaftlicher Strukturen gibt.
Dadurch, dass
unsere Schule im Zentrum Kiels liegt, können die Schülerinnen und
Schüler in besonderer Weise vor Ort lernen: So liegt das Mahnmal für die
geschän- dete jüdische Synagoge unmittelbar vor der Schule; das Rathaus
befindet sich in Sichtweite und auch der Landtag ist rasch zu
erreichen; aber auch die Christian-Albrechts-Universität und die
Fachhochschulen, die Stadtbücherei und viele wirtschaftliche
Institutionen werden intensiv für die Ausbildung unserer Schülerinnen
und Schüler genutzt.
Eine andere Form, den Unterricht zu öffnen, ist
in gleicher Weise wichtig: Zeitzeugen und Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens kommen zu uns in die Schule oder werden aufgesucht
und berichten den Schülerinnen und Schülern über ihr Schicksal, ihre
Erfahrungen oder ihr Wirken.
Exkursionen nach Berlin und Bonn sowie
Studienfahrten zu Stätten der europäischen Geschichte vertiefen das
erworbene Wissen zu eindrucksvollen und aufschlussreichen Erfahrungen.
Berufliche Orientierung
Besonders
das Fach Wirtschaft / Politik sieht sich gefordert, die Schülerinnen
und Schüler mit der ökonomischen Bildung und der Berufs- und Arbeitswelt
in vielfältiger Form vertraut zu machen, um den späteren Übergang in
ein Studium und in das Berufsleben vorzubereiten. Fächerübergreifendes,
projektorientiertes, praxisnahes Lernen, auch an außerschulischen
Lernorten und in Kooperation mit der Wirtschaft, stehen dabei im
Vordergrund.
Prägende Erfahrungen im Hinblick auf die berufliche
Orientierung machen die Schülerinnen und Schüler durch konkrete
Begegnungen mit der Arbeitswelt. So wird in der 10. Klasse ein
Betriebspraktikum durchgeführt, das Wirtschaftspraktikum des 12.
Jahrgangs wurde von einer auf zwei Wochen ausgedehnt. Diese Praktika
werden fächerübergreifend vor- und nachbereitet.
Darüber hinaus
bemüht sich die Humboldt-Schule mit folgenden Maßnahmen, ihren
Schülerinnen und Schülern Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung
zu geben:
* professionell gestaltete Seminare mit Vorstellungs- und Bewerbungstraining,
* Kurse in Wirtschaftsenglisch,
* Berufsinformation durch die Kieler Rotary Clubs,
* ein speziell für die Humboldt-Schule gestalteter Orientierungstag an der Christian-Albrechts-Universität,
* individuelle Berufsberatung in der Schule durch die Bundesagentur für Arbeit,
* Veranstaltungen mit beruflich besonders qualifizierten ehemaligen Humboldt-Schülerinnen und- Schülern.
Musik, Kunst und Theater
Die
Beschäftigung mit Musik, Kunst und Theater eignet sich besonders dazu,
die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu verbessern
und ihre Persönlichkeiten zu stärken. Durch Öffnung der Schule nach
außen kommen erleb-nisorientierte Kulturbegegnungen zustande, die es den
Kindern und Jugendlichen ermöglichen, den eigenen Erfahrungshorizont zu
erweitern. Der Unterricht in Kunst und Musik vermittelt Einsichten, wie
Kunstwerke auch von der Veränderung sozialer und wirtschaftlicher
Bedingungen abhängen, und fördert so eine im positiven Sinn kritische
Betrachtungsweise. Zum Verständnis der aktuellen kunst- und
musikhistori-schen Situation gilt das Hauptaugenmerk den modernen
Medien.
Musik
Das Fach Musik fördert
die Kommunikationsfähigkeit - insbesondere das Sich-Einfühlen- und
Zuhören-Können - durch gemeinsames Musizieren im Klassenver-band und in
den Arbeitsgemeinschaften (Unter- und Oberstufenchor, Orchester, Big
Band, Blockflöten-AG) sowie durch die Gestaltung von Musikabenden und
Gottesdiensten.
Die Öffnung nach außen erfolgt auf zweifache Weise:
Zum einen tritt unsere Schule mit zahlreichen Musikaufführungen an die
Öffentlichkeit, zum anderen ermöglicht es die zentrale Lage der Schule,
die Schülerinnen und Schüler regelmäßig an das kultu-relle Leben der
Stadt Kiel heranzuführen: Opern- und Konzertbesuche sind leicht zu
realisieren. Umgekehrt kommen auch Künstler zu Konzerten zu uns in die
Schule.
Um die Schülerinnen und Schüler in moderne Medien
einzuweisen, steht dem Musikunterricht die Palette digitaler Instrumente
zur Verfügung, die ohne Probleme in Verbindung mit Computern genutzt
werden können.
Kunst
Schwerpunkte
des Unterrichts sind die Auseinandersetzung mit der klassischen Malerei
und auf dem Gebiet der Plastik die Objektkunst und die Tonarbeit, für
die ein Brennofen zur Verfügung steht. Um grafisch zu arbeiten, kann
eine Radierpresse genutzt werden.
Kennzeichnend für den
Kunstunterricht an unserer Schule ist, dass er sich besonders dem
Bereich Werbung und Design widmet und großen Wert auf den Umgang mit
modernen Medien legt: So werden durch eine digitale Videoanlage eigene
Werbe-, Kurz- und Dokumentarfilme erstellt.
Mit Blick auf die
Umwelterziehung als pädagogischem Schwerpunkt unserer Schule wendet sich
der Kunstunterricht dem modernen Wohnungsbau und der
Alternativ-architektur zu. Für den Architektur-Unterricht steht außerdem
ein besonderes For-schungsobjekt zur Verfügung: unser eigenes, unter
Denkmalschutz stehendes Schul- gebäude, das im neogotischen Stil erbaut
wurde.
Mit all seinen traditionellen und modernen Themen und
Arbeitsformen dient das Fach Kunst der Selbsterfahrung der Schülerinnen
und Schüler, ist hilfreich für ihre persön-liche Weltdeutung und fördert
die Wahrnehmung von Fremdbestimmungen.
Theater (AG)
In
zwei Arbeitsgemeinschaften – eine für die Unterstufe und die untere
Mittelstufe, eine für die obere Mittelstufe und die Oberstufe – können
unsere Schülerinnen und Schüler in die Welt des Theaters eintauchen. Sie
lernen Sprach-, Stimm- und Bewegungsübungen ebenso kennen wie das
gemeinsame Ringen um die bestmögliche Darstellung der ausgewählten
Stücke und erfahren, was es bedeutet, vor einem Publikum zu stehen,
Lampenfieber zu überwinden und Applaus für eine gemeinsame Leistung zu
erhalten. Die Erfahrung zeigt, dass die beteiligten Kinder und
Jugendlichen durch die Arbeit sich selbst und andere sensibler
wahrnehmen und Selbstbewusstsein gewinnen.
Die Theatergruppen proben
und präsentieren ihre Produktionen auf der Bühne in unserer Aula. Immer
wieder spielen sie aber auch an anderen Schulen und hatten auch einen
Auftritt auf den Schulkulturwochen.
Um den Schulalltag zu
durchbrechen, werden mehrmals im Schuljahr und mit großem Zuspruch -
über den Besuch der Kieler Theater hinaus - Theaterfahrten nach Hamburg
in das Thalia-Theater und in das Deutsche Schauspielhaus angeboten. Die
Besuche verschaffen den Schülerinnen und Schülern unmittelbare
Kulturerlebnisse, die zur Diskussion anregen, die eigene Urteilskraft
fördern und in jedem Fall lange in Erinnerung bleiben.
Religion
Das
Fach Religion an unsere Schule macht Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene vertraut mit den Grundlagen und Werten unserer christlich
geprägten Kultur. Sich mit ihnen zu beschäftigen, heißt, auch die
eigenen Lebensfragen zu formulieren und für sich selbst – so gut es geht
– Antworten zu finden.
Den Schwerpunkt unseres Religionsunterrichts
bildet darum die Frage nach dem Menschen, seinen Fähigkeiten,
Sehnsüchten und Grenzen. Besondere Bedeutung kommt dabei der bewussten
Auseinandersetzung mit christlichen Werten zu, die den Kindern und
Jugendlichen Halt geben können im Umgang mit sich selbst, den
Mitmenschen und der Umwelt. In diesem Zusammenhang ergeben sich
regelmäßig soziale Aktivitäten oder Begegnungen, die über die
Schulmauern hinausreichen.
Als drängend erweist sich auch die Frage
nach Gott: Unser Religionsunterricht ist der Ort, an dem
unvoreingenommen über die Antworten anderer und die eigene Antwort
nachgedacht werden kann.
Ein wichtiger Ort religiösen Lernens und
Lebens ist für unsere Schule der alljährlich in der Vorweihnachtszeit
stattfindende Schulgottesdienst in der Lutherkirche, der in
Zusammenarbeit mit einem Jugendpastor von Schülerinnen und Schülern
kreativ gestaltet wird. Einmal im Jahr findet zudem für eine
Klassenstufe ein Fachtag statt, der die Gelegenheit bietet, ein Thema in
Ruhe zu durchdringen.
Katholischer Religionsunterricht wird - wenn
möglich - in der Unterstufe klassen- und jahrgangsübergreifend erteilt.
In der Oberstufe können Schülerinnen und Schüler einen schul- und
jahrgangsübergreifenden Grundkurs belegen.
Philosophie
Schülerinnen
und Schülern, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, wird
spätestens in der Oberstufe das Fach Philosophie angeboten. Wir
betrachten und betreiben es nicht als exquisites und exotisches
Betätigungsfeld für intellektuelle Spezialisten, sondern sehen in ihm
die Möglichkeit, fachbezogenes Wissen und Lebenserfahrungen der
Schülerinnen und Schüler zu vertiefen und geistig zu untermauern. Dabei
geht es nicht nur darum, den „Wandel des Geistes” durch die Jahrhunderte
zu verfolgen, sondern besonders darum, vordergründiges Denken
abzulegen, Gewissheiten zu hinterfragen und in größeren Dimensionen zu
denken.
Sport
Um ganzheitliche
Bildung von Körper, Geist und Seele zu erreichen, hat sich unser
Sportunterricht drei Ziele gesetzt: Erziehung zu sozialen Fähigkeiten,
Gesund-heitserziehung und Erziehung zu einer grundsätzlich positiven
Einstellung gegenüber sportlicher Bewegung.
Um soziale Fähigkeiten
aufzubauen und zu stärken, werden die Kinder und Jugend- lichen im
Sportunterricht angeleitet, anderen zu helfen, sich selbst helfen zu
lassen und Teamgeist zu zeigen. Die Gesundheitserziehung zielt auf einen
bewussten Umgang mit dem Körper und die Beachtung der Hygiene. Die enge
Verknüpfung von Sport und Lebensfreude erleben zu lassen, ist ein
besonderes Anliegen unseres Sportunterrichts: Nur wenn die Schülerinnen
und Schüler diesen Zusammenhang erleben, sind sie auch gegenüber
langfristigen sportlichen Betätigungen positiv eingestellt, den
sogenannten „life-time sports”, die für eine stabile Gesundheit wichtig
sind. Um diese Ziele zu erreichen, bietet die Humboldt-Schule folgende
sportliche Betätigungen an:
* Ausdauerläufe im Schrevenpark,
* Schwimmunterricht in der nahen Lessinghalle,
* Rudern in der Schülerriege des „Aegir“,
* sportliche Wettkämpfe im Turnen und in der Leichtathletik,
* Spieletage im Sportzentrum der Christian-Albrechts-Universität,
* Segelkurse und
* Schlittschuhlaufen.
Im
Rahmen von Klassen- und Kursfahrten werden in allen Jahrgangsstufen
unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte sportliche Schwerpunkte
gesetzt – von Radtouren und Abenteuersport in der Unterstufe über
erlebnispädagogische Fahrten und Segeltörns in der Mittelstufe bis zu
Radwanderfahrten in der Oberstufe.
Es bestehen des weiteren
Arbeitsgemeinschaften in den Sportarten Volleyball, Handball,
Tischtennis und Tanz. Die Mannschaften der
Ballsport-Arbeitsgemeinschaften nehmen alljährlich an den Wettbewerben
„Jugend trainiert für Olympia“ teil. Schulübergreifend wird das
Erreichen der Ziele außerdem durch die Teilnahme an verschiedenen
Laufwettbewerben gefördert. Für die Oberstufe werden auch medizinische
Informationsveranstaltungen angeboten.
Schülerruderclub Rg.R.C.Aegir
Der
Schülerruderclub Realgymnasial Ruder Club Aegir macht schon durch
seinen Namen deutlich, dass es sich um eine Institution mit langjähriger
Geschichte handelt: Seine Gründung fällt in das Jahr 1903.
Die
gemeinsamen sportlichen Aktivitäten - etwa Tagesfahrten auf der Förde
oder längere Wanderfahrten - stärken das Gemeinschaftsgefühl und fördern
die Team-fähigkeit und die Bereitschaft, für sich und andere
Verantwortung zu übernehmen. Auch das eigene Bootshaus an der Kiellinie
und der eigener Bootspark des Clubs werden von Schülerinnen und Schülern
eigenverantwortlich geführt. Aus all dem erwächst nicht selten eine
besondere Verbundenheit der Mitglieder des Aegir untereinander, die weit
über die Schulzeit hinausreicht und den Rudersport an der
Humboldt-Schule nachhaltig unterstützt.
Offene Ganztagsschule
Seit
Beginn des Schuljahres 2005/06 bietet unsere Schule grundsätzlich für
alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 8
nachfrageorientiert ein Ganztagsangebot an.
Nach dem gemeinsamen
Mittagessen in der schuleigenen Kantine und genügend Zeit zur
Entspannung durch Sport und Spiel werden die Hausaufgaben unter
fachkundiger Aufsicht angefertigt.
Besonders wissbegierigen
Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe bietet unsere Schule
schon seit dem Schuljahr 1997/98 das „G–plus“-Programm an. Auch sie
essen nach Unterrichtsschluss gemeinsam in unserer Kantine. Nach Sport
und Spiel erledigen die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht ihre
Hausaufgaben. Danach erfolgt das gymnasiale Zusatzangebot mit
unterschiedlichen Schwerpunkten, die unabhängig vom Lehrplan an vier
Tagen in der Woche vermittelt werden und sich von Schuljahr zu Schuljahr
ändern.
Das Spektrum des „G–plus“ umfasst Deutsch, Philosophie,
Musik, Sport, Kunst, Biologie, Chemie, die antike Welt und
geschichtliche Betrachtungen, darüber hinaus Mathematik, das Bedienen
von Anwendungsprogrammen an Computern und auch Japanisch. Es wird
ergänzt durch erlebnisorientierte Kulturbegegnungen in Form von
Museums-, Theater- und Opernbesuchen.
Für die am „G–plus“ beteiligten
Kolleginnen und Kollegen ergibt sich die Chance, Schülerinnen und
Schüler mit besonderen Aspekten ihrer Fächer bekannt zu machen, sie in
einem anderen Umfeld zu erleben und neue Lehrmethoden auszuprobieren.
Enrichment
Seit
dem Jahr 2004 gibt es im Raum Kiel ein zusätzliches unterrichtliches
Angebot für besonders begabte und interessierte Schülerinnen und
Schüler: das sogenannte „Enrichment“. Die Humboldt-Schule nimmt als eine
von zwei Schulen seit Beginn des „Enrichments“ an diesem
Förder-Programm teil, indem sie für Schülerinnen und Schüler der Mittel-
und Oberstufe Kurse jenseits des üblichen Unterrichts anbietet. Dazu
gehörten bislang Kurse in Japanisch, Griechisch und Hebräisch, eine
praktische Einführung in die Film-Kunst, die Vorbereitung auf die
Mathematik-Olympiade sowie Kurse zum Thema Laser und zu physikalischen
Phänomenen.
Die Motivation in diesen „Lernworkshops“ ist hoch; denn
die Teilnahme an ihnen fördert nicht nur das Wissen, sondern auch das
Selbstbewusstsein der Teilnehmer, wie die positive Resonanz zeigt.
Methodenbox
Mit
dem Schuljahr 2005/2006 hat die Arbeit mit der Methodenbox bereits die
7. Klasse erreicht. Damit werden jetzt schon drei Jahrgänge systematisch
mit methodischem Rüstzeug ausgestattet, um eigenständig Informationen
erarbeiten, vernetzen, abrufen und anwenden zu können.
In den ersten
Tagen an der Humboldt-Schule erhalten die neuen Sextanerinnen und
Sextaner eine Methodik-Mappe, die bereits die ersten zehn Seiten der
Methoden-Box mit wichtigen Tipps enthält: „Was immer in deinem
Schulranzen sein muss“, „Deine Hefte, Mappen und Bücher“, „So arbeitest
du zu Hause“, „Deine Zeiteinteilung“, „Deine Hausaufgaben“, „Wenn du
gefehlt hast ...“, Darauf kommt’s an beim Vokabellernen“ ... Diese
Methodik-Mappe wird in den folgenden Schuljahren kontinuierlich
erweitert und im Idealfall bis zum Abitur weitergeführt.
Zur
Einführung der Themen hat der aus eigener Initiative an der
Humboldt-Schule entstandene Arbeitskreis „Methodenbox“ Material
erarbeitet, das für alle Lehrerinnen und Lehrer jederzeit verfügbar ist.
Einem speziellen Methoden-Curriculum folgend werden die jeweiligen
Themen von den in der Klasse unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen
behandelt. In Abständen von 6-8 Wochen wird ein neues Thema in einem
Fach eingeführt. Doch soll es nicht auf dieses Fach beschränkt bleiben,
sondern von allen Fächern abgerufen und eingefordert werden. Den
Schülerinnen und Schülern soll so die fächerübergreifende Gültigkeit der
methodischen Fähigkeiten deutlich werden, die zugleich einen höheren
Grad an Verbindlichkeit erlangen, wenn von unterschiedlichen Lehrkräften
in verschiedenen Schuljahren darauf aufgebaut wird.
Soziales Lernen
Soziales
Lernen spielt auf allen Feldern unseres schulischen Lebens, sowohl
innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts, eine wichtige und
bedeutsame Rolle. Es gehört daher zum Alltag an unserer Schule, dass die
Kinder und Jugendlichen lernen, wie man zugleich selbstbewusst und
verantwortungsvoll miteinander umgeht und sich in Problem-und
Konfliktsituationen angemessen verhält.
Besonderes Augenmerk gilt
dabei den Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe: Der Wechsel
der Schule ist nicht leicht und das Zusammenleben mit den neuen
Mitschülern in der Klasse und auf dem Schulhof will geübt sein; aus
diesem Grund erhalten die Sextanerinnen und Sextaner an unserer Schule
eine zusätzlich Stunde außerhalb des Fachunterrichts, in der sie nach
dem Lions-Quest-Programm an ihrem Selbstvertrauen und ihrer
Selbstdisziplin arbeiten. Um sich untereinander besser kennen und
verstehen zu lernen, findet für die Sextanerinnen und Sextaner nach den
Herbstferien außerdem eine mehrtägige Fahrt in das „Sport- und
Bildungszentrum Malente“ statt.
In der Mittelstufe stärken und
schützen wir unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir Kurse zur
Gewalt- und Suchtprävention durchführen, die von außerschulischen
Experten geleitet werden. Mit großem Erfolg werden v.a. in der 7. Klasse
erlebnispädagogische Klassenfahrten durchgeführt, die den Zusammenhalt
der Gruppe und das Selbstbewusstsein jeder und jedes einzelnen stärken.
Ausbildungsschule
Die
Humboldt-Schule ist Ausbildungsschule für den gymnasialen
Lehrernachwuchs und hat auf der Basis der bestehenden Verordnungen ein
eigenes Ausbildungskonzept entwickelt. Die angehenden Lehrkräfte werden
von erfahrenen und zertifizierten Ausbildungslehrkräften betreut und
bereichern ihrerseits immer wieder durch ihre Kreativität das
unterrichtliche und schulische Geschehen.
Schülerzeitung HUMBOOK
Das
Medium Zeitung ist für die Wahrnehmung politischer und
gesellschaftlicher Prozesse im Großen wie im Kleinen nach wie vor
bedeutsam: Die Zeitung informiert, stellt Zusammenhänge dar, wirkt
meinungsbildend und verschafft Orientierung. Dass dies nicht nur für
große Tages- und Wochenzeitungen, sondern auch für Schüler-zeitungen
gilt, können journalistisch interessierte Schülerinnen und Schüler
verschie-dener Klassenstufen durch ihre eigene Arbeit an unserer
Schülerzeitung HUMBOOK erfahren. Seit 1988 erscheint sie regelmäßig dreimal
im Jahr. Die Arbeit an der Zeitung gibt den Schülerinnen und Schülern
auch die Möglichkeit, vielfältige Eigen-schaften und Fähigkeiten zu
erlernen und im Unterricht erworbene Kenntnisse einzubringen. Ein hohes
Maß an Kreativität, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung wird
gefordert und gefördert, weil die Schülerinnen und Schüler über Inhalte,
Präsentation, Realisier- und Finanzierbarkeit entscheiden müssen.
Natürlich sind auch technische Fertigkeiten gefordert, da das ‚alte’
Medium Zeitung mit dem modernen Medium Computer erstellt wird.
Verkehrserziehung
In
einer mobilen Gesellschaft brauchen junge Menschen Kenntnisse und
Werte, um eigenverantwortlich, umweltbewusst und sicherheitsbewusst
handeln zu können. Diese Aufgabe leistet die Verkehrserziehung besonders
als fächerübergreifender Lernbereich: So geht es z. B. im
Biologieunterricht um Aggression, im Physikunterricht um
Bremswegberechnung und im Chemieunterricht um Reduzie-rung des
Schadstoffausstoßes.
Darüber hinaus veranstaltet die Humboldt-Schule
- auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern und Organisationen -
Schulwegeinweisungen für Sextanerinnen und Sextaner,
Verkehrswettbewerbe, Fahrradturniere und verschiedene Aktionen zur
Sicherheit im Straßenverkehr.
Diskussionsveranstaltungen mit
Richtern und Staatsanwälten in der Oberstufe sollen über bewusste
Auseinandersetzung mit Mobilität zu verantwortungsvollem Umgang
miteinander führen.
Schulmuseum und Schularchiv der Humboldt-Schule
Die
Humboldt-Schule ist eine traditionsreiche Schule mit einer
wechselhaften Vergangenheit. Diese zu dokumentieren und Traditionen zu
pflegen, ist Aufgabe des Schularchivs. Schulbücher, Dokumente,
Abiturklausuren und viele andere Gegen-stände aus 140 Jahren Geschichte
veranschaulichen die historische Entwicklung unserer Schule und sind den
heutigen Schülerinnen und Schülern hilfreich, über sich selbst und ihre
eigene Schulzeit nachzudenken.
Schülerinnen- und Schüler-Vertretung (SV)
Das
jährlich gewählte SV-Team ist ein Gremium aus Schülerinnen und
Schülern, das die gesamte Schülerschaft in schulischen Belangen
vertritt. Dazu gehört in erster Linie das Engagement, sich gegenüber der
Schulleitung, den Lehrkräften, den Eltern sowie der
Schulaufsichtsbehörde für gemeinsame Anliegen der Schülerschaft
einzusetzen und diese zu vertreten. Dieses Engagement erfolgt
konstruktiv-kritisch, das heißt die SV benennt aktuelle und langfristige
Probleme, die aus Sicht der Schülerschaft bestehen, und bemüht sich um
Lösungsvorschläge. Durch eine gemeinsame Konsensfindung mit den in der
Schulkonferenz vertretenden Gremien und der Schulleitung trägt die SV
dazu bei, den Schulalltag interessanter und vielfältiger zu gestalten,
und hat z.B. bei der Einrichtung der Cafeteria und des Oberstufenraumes,
aber auch bei der Durchführung des Spendenlaufes für die Opfer der
Flutkatastrophe in Süd-Ost-Asien mitgewirkt.
Den zweiten Schwerpunkt
der Arbeit bildet die kulturelle, sportliche und soziale Gestaltung des
Schullebens, besonders ausgerichtet auf die Wünsche und Bedürfnisse der
Schülerschaft: Die Organisation von Festen für die Unter- und Mittel-
und Oberstufe gehört dabei ebenso zum Programm der SV wie die
Vermittlung von Nachhilfe aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler.
Auf Initiative der SV übernehmen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe
zudem Patenschaften für Klassen der Orientierungsstufe. Um den
Schulalltag farbiger zu gestalten und den Zusammenhalt zwischen den
Schülerinnen und Schülern und die Identifikation mit der Schule zu
stärken, bringt die SV jährlich eine „Humboldt-Kollektion“ bestehend aus
Pullovern, Polo- und T-Shirts heraus, die mit dem
Humboldt-Kastanienblatt als Logo und einem Schriftzug versehen sind.
Der
Blick der SV richtet sich jedoch nicht nur auf die eigene Schule,
vielmehr wird der Kontakt zu anderen Gymnasien auf Kreis- und
Landesebene gepflegt und der Aktionsraum somit schulübergreifend
erweitert. Die SV entsendet Delegierte in die Parlamente der Kreis- und
Landesschülervertretung und trägt auf diese Weise zur
Interessenvertretung der eigenen Schule über diese hinaus bei und
fördert den Dialog über bestehende Vorstellungen und Probleme.
Elternarbeit
Die
Eltern tragen auf vielfältige Weise zum Schulgeschehen bei. Dabei
begleiten die Eltern die Entwicklung der Schule konstruktiv durch ihre
Anregungen und Stellungnahmen bei anstehenden Aufgaben. Ein wichtiges
Ziel der Elternarbeit ist die Förderung der Kommunikation zwischen
Schülern, Lehrern und Eltern.
Basis der Elternarbeit an der Schule
ist die Durchführung von – an der Humboldt-Schule immer gut besuchten –
Elternabenden durch die Klassenelternbeiräte. Hier werden alle wichtigen
Themen zwischen Elternhaus und Schule behandelt. Die engagierte
Elternarbeit wird ferner auch in der Mitwirkung in den Gremien wie dem
Schulelternbeirat, der Schulkonferenz und den Fachkonferenzen deutlich.
Auch werden von Eltern regelmäßige Kontakte zu benachbarten Gymnasien
sowie dem Kreiselternbeirat gepflegt.
Aus diesen Aktivitäten
entstehen die Beiträge zur Fortentwicklung der Schule. Beispiel hierfür
ist die Mitwirkung an einer 2005 erstmals durchgeführten externen
Evaluation. Darüber hinaus bringen viele Eltern immer wieder ihre
Erfahrungen aus dem häuslichen und beruflichen Alltag in die schulischen
Diskussionen ein.
Es gibt zahlreiche, das Schulleben fördernde
Elternaktivitäten in sozialen und karitativen Bereichen. Hierzu gehört
die Unterstützung beim Bücherflohmarkt, beim Singen im
Eltern-Schüler-Lehrerchor, bei Schultheateraufführungen und vielen
weiteren schulischen Veranstaltungen.
Die Eltern möchten durch ihr
Mitwirken das Schulleben lebendiger machen und eine positive Entwicklung
der Humboldt-Schule gemeinsam mit den Schülern und Lehrern in einer
vertrauensvollen Zusammenarbeit gestalten.
Verein der Freunde der Humboldt-Schule
Mehr
als 400 Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler, derzeitige
und ehemalige, bilden den Förderverein „Freunde der Humboldt-Schule”.
Die Spenden- bereitschaft der Mitglieder ist bemerkenswert und erlaubt
eine bedeutsame und außerordentlich wirksame Unterstützung der
schulischen Arbeit. Der Verein über-nimmt auch soziale Verantwortung und
finanziert schwerpunktmäßig Projekte, die für das aktive Schulleben
besonders wichtig, aber im Rahmen des regulären Haushalts nicht zu
gestalten sind: Er sorgt für die ausgesprochen gute Ausstattung der
Schule mit Computern zum Gebrauch durch Schülerinnen und Schüler,
fördert die naturwissenschaftlichen Sammlungen, die
Arbeitsgemeinschaften sowie den Ruderclub und stattet die
Schülerbibliothek aus. Die Beschaffung von Instrumenten für den
Musikunterricht und die musikalischen Arbeitsgemeinschaften stellt einen
weiteren Schwerpunkt der Förderung dar.
Das Wirken des Fördervereins ist eine Bereicherung des Schulalltags im wahrsten Sinne des Wortes.
BLICK IN DIE ZUKUNFT
Für die Zukunft hat sich die Humboldt-Schule einiges vorgenommen:
* Das an unserer Schule in der Unterstufe erfolgreiche Lions-Quest-Programm soll auf die Mittelstufe ausgeweitet werden.
*
Weil die Humboldt-Schule ihr Profil als offene Ganztagsschule vertiefen
will, ist eine bauliche Veränderung unbedingt notwendig: Die 30 Jahre
alten Behelfsbauten sollen durch ein Gebäude ersetzt werden, das diesem
wichtigen pädagogischen Anliegen Rechnung trägt.
* Die
Umgestaltung des Gymnasiums bringt es mit sich, dass auch die
Humboldt-Schule sich verändern wird: Auf der Grundlage ihrer Tradition
will sie die Chancen der Veränderung nutzen und insbesondere in der neu
gestalteten Oberstufe den Schülerinnen und Schülern ein differenziertes
Bildungsangebot unterbreiten. Um das zu verwirklichen, sind weitere
bauliche Veränderungen im Haus erforderlich: Die naturwissenschaftlichen
Fachräume müssen den neuen Verhältnissen angepasst werden.
*
Die erfolgreiche musikalische Arbeit an der Humboldt-Schule – erstmals
werden im Schuljahr 2005/6 nahezu monatlich eigene Konzerte stattfinden –
soll in den nächsten Jahren enger mit dem regulären Unterricht auch
anderer Fächer verbunden werden. Um die musikalische Qualität dieser
Veranstaltungen zu sichern und kontinuierlich zu steigern, soll die
Vermittlung von Instrumental- und Gesangsunterricht sowie von
Leihinstrumenten systematisiert werden.
* Unser Kontakt mit Japan
soll eine zusätzliche Festigung erfahren: Im Jahr 2006 soll im Rahmen
der Reise des Ministerpräsidenten nach Japan ein offizieller
Partnerschaftsvertrag mit der Hyogo Prefectural International High
School unterzeichnet werden, der unserer kulturellen Begegnung mit Japan
eine noch breitere Plattform gibt. Das 10jährige Jubiläum des
Japanisch-Unterrichts an unserer Schule wollen wir außerdem mit einem
großen Projekttag, dem „Japantag an der Humboldt-Schule“, begehen.
*
Der Spanisch-Unterricht soll Kontinuität an unserer Schule erfahren, um
möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben,
diese bedeutende Weltsprache zu lernen und vielsprachig ins Studium oder
Berufsleben zu starten.
* Um unseren Schülerinnen und Schülern
eine weitere Hilfestellung bei ihrer beruflichen Orientierung zu geben,
soll ein Informationstag eingeführt werden, an dem Eltern und Freunde
unserer Schule mit interessanten und gefragten Berufen kompetent
Auskunft über ihre Tätigkeit und ihren Werdegang geben.
* Als
mittelfristiges Ziel hat sich die Schule eine Ausrüstung aller
Klassenräume mit Beamer und PC gesetzt. Dadurch sollen die modernen und
grundlegenden Arbeits- und Präsentationsmedien in allen Fächern
selbstverständlicher Teil des Unterrichts werden.
Mit all
diesen Maßnahmen will die Humboldt-Schule Bewährtes weiterentwickeln und
sinnvollen Neuerungen Einlass gewähren. Nicht weniger wichtig ist es
aber, die bestehende große Vielfalt an unterrichtlichen und
außerunterrichtlichen Leistungen unserer Schulgemeinschaft zu erhalten
und zu bewahren. Nur so kann es weiterhin gelingen, die der
Humboldt-Schule anvertrauten Kinder und Jugendlichen vielschichtig und
abwechslungsreich zu fordern und zu fördern, damit sie sich
ganzheitlich zu reifen, ausgeglichenen und lebensfrohen Persönlichkeiten
entwickeln. Denn diesem Erziehungsziel fühlt sich unsere Schule wie
in der Vergangen- heit so auch in der Zukunft verpflichtet. In Wilhelm
von Humboldts Sinne soll darum auch weiter gelten:
„DER WAHRE ZWECK DES MENSCHEN IST DIE HÖCHSTE UND PROPORTIONIERLICHSTE BILDUNG SEINER KRÄFTE ZU EINEM GANZEN.”
